Workshops

„Ich habe sowohl an Workshops als auch an der Gesprächsgruppe teilgenommen. Ich fand es gut zu merken, dass es genug Positive mit ähnlichen Erfahrungen gibt, die erstmal auch nicht schlauer waren oder besser mit HIV zurechtgekommen sind als ich.“
Jörg

Workshops bieten die Möglichkeit, sich in einer Gruppe ganztägig mit einem spezifischen medizinischen, sozialrechtlichen oder psychosozialen Thema auseinanderzusetzen. In diesem Rahmen lassen sich persönliche und fachliche Fragen im Austausch gut klären.

Anmeldung und Teilnahme

Alle Workshops finden bei Pluspunkt in der Wilhelmstr. 115 in 10963 Berlin-Kreuzberg statt. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Für die Workshops melden Sie sich bitte an (per Post, Fax oder Online). Die Anmeldung erfolgt vorbehaltlich noch freier Plätze. Sie erhalten von uns eine Anmeldebestätigung. Eine Teilnahmebestätigung versenden wir frühzeitig vor Beginn der einzelnen Workshops. Wir behalten uns vor, einzelne Workshops bei zu geringer Teilnahme abzusagen. Geben Sie bitte bei der Anmeldung an, ob Sie einen barrierefreien Zugang benötigen.

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→ Programmübersicht (inkl. Anmeldeformular)

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Workshopprogramm für das Jahr 2019

Workshop 6

Samstag, 30.11.2019
11-17 Uhr

zweiteiliger Workshop

HIV-Therapie: Update 2019
(11-14 Uhr)

Hepatitis C-Therapie: Update 2019
(14.30-17 Uhr)

Leitung:
Dr. Nicolai Bottez
(Allgemeinmediziner)

In den beiden Workshops beleuchten wir aktuelle Entwicklungen in der HIV-Therapie und Hepatitis C-Therapie. Im HIV-Bereich gibt es interessante Entwicklungen wie z.B. die duale Therapie sowie Depotspritzen und die Behandlung mit Antikörperkombinationen. Außerdem schauen wir auf die aktuellen Therapiestrategien der Hepatitis C, welche neuen Medikamente zugelassen und welche Entwicklungen in der HCV-Therapie zu erwarten sind. Die Therapie der akuten HCV-Infektion kann ebenso ein Thema sein wie der aktuelle Stand der Impfstoffforschung und mögliche Besonderheiten bei einer HIV/HCV-Koinfektion.
Die Inhalte der beiden Workshops orientieren sich selbstverständlich auch an den mitgebrachten Fragestellungen der Teilnehmenden.

Für beide Themen ist eine getrennte Anmeldung möglich.

Bereits durchgeführte Workshops:

Workshop 1

Freitag, 24.05.2019
16-21 Uhr

ChemSex – Rausch und Ernüchterung Leitung: Dr. David Goecker (Psychotherapeut und Psychiater) Drogen spielen beim schwulen Sex in einer Großstadt wie Berlin eine zunehmende Rolle – egal ob “nur” Alkohol oder Poppers oder eben auch Substanzen wie GHB, Crystal Meth, Mephedron oder Kokain. Warum ist das so? Wie wirken sich diese Substanzen auf meine Sexualität aus? Wie verändert der Konsum meine Lebensqualität, meine sozialen Kontakte und ggf. meine Partnerschaft? Was sind Hinweise dafür, dass ich vielleicht die Kontrolle über den Konsum verloren habe? Wo kann ich Hilfe bekommen? Wie vertragen sich die Substanzen untereinander oder mit meinen Medikamenten, z.B. HIV-Medikation, Antidepressiva usw.? Diese und noch viel mehr Fragen sollen im Rahmen dieses Workshops im offenen Gespräch diskutiert und beantwortet werden. Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Fragen zu stellen und von eigenen Erfahrungen zu berichten.

Workshop 2

Samstag, 22.06.2019
11-15 Uhr

Familienplanung, Kinderwunsch, Schwangerschaft und Schutz durch Therapie

Leitung:
Marianne Rademacher
(Ärztin)

→ Workshop für Frauen mit HIV/Aids

Familienplanung, Kinderwunsch, Sexualität und Schutz durch Therapie sind wichtige Themenschwerpunkte für Frauen, die mit HIV leben – insgesamt ein “weites Feld”. Es gibt einige neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu. In unserem Workshop sollen diese Themen bearbeitet werden. Zu Beginn der Veranstaltung werden die Teilnehmerinnen gebeten zu benennen, wofür ein besonderes Interesse besteht und dazu ihre Fragen formulieren.

Workshop 3

Samstag, 31.08.2019
11-17 Uhr
Dieser Workshop ist abgesagt!

HIV 3.0 – Die neue Generation

Leitung:
Kevin Rosenberger
(Pädagoge und Bildungsreferent)

Michael Kraus
(Sozial- und Sexualpädagoge)

→ Workshop für Jungpositive bis 32 Jahre

In diesem Workshop wollen wir uns anhand von persönlichen Erfahrungen über die eigenen Lebenswelten austauschen. Folgende Fragen können in diesem Seminar im Mittelpunkt stehen:
Wie wird Sexualität gelebt? In welchen Beziehungsformen? Welchen Anteil haben das Internet und Dating-Apps? Welche Rolle spielt dabei der Substanzkonsum? Wie werden heute sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität definiert? Welchen Gruppen fühlt man sich zugehörig? Welche Rolle spielen die Themen Gesundheit, Fitness, Ernährung und Arbeit?
Und vor allem, welche Rolle spielt bei all diesen Fragen überhaupt noch HIV?

Dieser Workshop richtet sich gezielt an Menschen mit HIV bis zu einem Alter von 32 Jahren. Alle Teilnehmenden sind herzlich dazu eingeladen eigene Themen, Interessen und Ideen mitzubringen und in das Seminar einfließen zu lassen.

Workshop 4

Freitag, 27.09.2019
13-19 Uhr

Positive Lebensqualität

Leitung:
Jens Schreyer
(Lehrcoach und Trainer)

Was ist das Geheimnis von Lebensqualität und Glück? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Positive Psychologie und hat eine Reihe von einfachen und alltagstauglichen Möglichkeiten entwickelt, Zufriedenheit, Glück und Gesundheit zu steigern. Der Workshop bietet wissenschaftliche Erkenntnisse mit vielen praktischen Übungen und macht Lust, noch mehr positive Lebensqualität zu erleben. Inhaltlich beschäftigen wir uns mit den Themen: Glück und Wohlbefinden, Positive Emotionen, Genuss und Erholung.

Workshop 5

Samstag, 26.10.2019
11-17 Uhr

Mit Power gegen Diskriminierung!

Leitung:
Klaus Steinkemper
(Coach)

Kai Schwabe
(Diplom-Psychologe)

Aus medizinischer Sicht ist eine HIV-Infektion heute eine gut behandelbare, chronische Erkrankung und für viele Positive “ganz normal”. Trotzdem gehören HIV-bezogene Diskriminierungen immer noch zum Alltag vieler Betroffener. Ablehnung und Ausgrenzung am Arbeitsplatz, in Familie oder Beziehungen, bei Sexdates und selbst bei Ärzt*innen können einen – auch unverhofft – treffen. Um einer Verurteilung und Zurückweisung aufgrund von Vorurteilen oder mangelndem Wissen zu entgehen, ist es verständlich, eine HIV-Infektion zu verheimlichen.
In dem Workshop wollen wir uns über Diskriminierungserfahrungen austauschen und die Einstellungen zu der eigenen HIV-Infektion beleuchten. Wir wollen persönliche Fähigkeiten in den Fokus rücken und Strategien entwickeln, um Diskriminierungen und ihren Folgen gestärkt entgegen zu treten.